Kategorien: Drogen, Alkohol, Krötenlecken
Aga-Kröte
Allgemeines
Es erinnert ein wenig an das Märchen mit dem Froschkönig. Menschen auf der Suche nach dem Reich der Träume lecken an einer Kröte und sehen Dinge, die real gar nicht vorhanden sind. Diese Art des Drogenkonsums wird auch in der deutschen Drogenszene, wenn auch nur vereinzelt, praktiziert. Sehr viel häufiger aber wird dasTier getötet und die Haut, entsprechend zubereitet, geraucht.
Eigenschaften der Kröte
Die Aga-Kröte , deren wissenschaftliche Bezeichnung Bufo marinus ist, kommt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Die Tiere wurden aus Südamerika eingeführt, um auf den Zuckerrohrplantagen in den nördlichen Territorien Australiens Schädlinge, vor allem Zuckerrohrkäfer, zu vernichten. Die ersten Kröten wurden bereits im Jahr 1935 importiert. Doch die Kröten eigneten sich nicht zur Bekämpfung der Käfer. Nicht zuletzt wegen ihrer unglaublichen Gefräßigkeit hat sie sich dort mittlerweile selber zu einem gefährlichen Schädling entwickelt, der Teile der einheimischen Tierwelt bedroht. Die Aga-Kröte ist eine der größten aus der Familie der Kröten (Bufonidae) und produziert zu ihrer Verteidigung ein giftiges Sekret, das ihre Hautoberfläche bedeckt. Dieses Sekret wird geraucht oder zu einem Sud gekocht oder in seltenen Fällen abgeleckt, und erfreut sich in einigen Szenekreisen einer gefährlichen Beliebtheit.
Rauscherlebnis
Die Inhaltsstoffe des Sekrets haben eine berauschende Wirkung. Vermutlich spielt aber auch das Set und Setting ein entscheidende Rolle. Damit ist die Erwartungshaltung und die Stimmung des Konsumenten sowie der Ort des Konsums gemeint. Es ist schon etwas anderes, an einer Haschpfeife zu ziehen oder eine lebende Kröte abzulecken. Der Aspekt des Ekels und der Mutprobe beeinflussen daher zusätzlich stark die Wahrnehmung.
Die Wirkung tritt nach ca. 20 - 30 Minuten ein. Die Halluzinationen ähneln denen, die durch LSD hervorgerufen werden, es sind vor allem:
Farberscheinungen
Redefluss
Euphorie
Selbstüberschätzung
Im Verlauf der Wirkung wandeln sich diese Symptome in eine Introvertiertheit, wie es auch nach dem Konsum von Haschisch und Phencyclidin (PCP, Angeldust) beschrieben wird. Horrortrips, Echoreaktionen und psychotische Zustände kann man dabei nicht ausschließen.
Rechtliche Aspekte
Nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen Anhang B dürfen Aga-Kröten nur unter bestimmten Voraussetzungen nach Deutschland eingeführt werden. Sie werden aber in Deutschland legal vertrieben.

Quelle: http://www.onmeda.de

30.12.05 16:40:02, 